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Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeits-versicherung

Warum Ihre Arbeitskraft Ihr wertvollstes Vermögen ist

1. Das Lebenszyklusmodell: Finanzielle Sicherheit von Anfang bis Ende

Wenn wir über finanzielle Planung sprechen, denken viele zuerst an Altersvorsorge.
Also an ETFs, Immobilien oder Rentenversicherungen – Hauptsache, im Ruhestand ist genug Geld da.

Doch das greift zu kurz.

Ein solides Lebenszyklusmodell besteht aus zwei zentralen Säulen:

  1.  Altersvorsorge
    → Finanziell sicher während der Rente leben
  2.  Absicherung der Arbeitskraft
    → Finanziell sicher bis zur Rente kommen

Ohne Einkommen keine Altersvorsorge.
Oder anders gesagt: Ohne abgesicherte Arbeitskraft ist jede Rentenplanung nur Theorie.

2. Ihre Arbeitskraft ist Ihr größtes Vermögen

Ein Beispiel:

Ein 35-Jähriger mit 60.000 € Jahresbrutto (für die Berechnung nehmen wir ein konstantes Einkommen an) verdient bis zum 67. Lebensjahr rund:

1,92 Millionen Euro

Das ist sein „Einkommenswert“.
Dieses Vermögen ist nicht auf dem Konto sichtbar, aber es finanziert:

  • Das Eigenheim

  • Die Altersvorsorge

  • Die Ausbildung der Kinder

  • Den Lebensstandard

  • etc.

Fällt dieses Einkommen weg, bricht das gesamte Finanzkonzept zusammen.

3. Wie häufig wird man berufsunfähig?

Viele glauben: „Mich trifft das nicht.“

Die Realität ist eine andere.

Nach Auswertungen von Statista wird etwa jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens mindestens einmal berufsunfähig (Quelle: Statista).

Die häufigsten Ursachen:

Laut GDV-Leistungsstatistik verteilen sich die Ursachen wie folgt:

  • Psychische Erkrankungen: ca. 36 %
    → Depressionen, Burnout, Angststörungen

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates: ca. 18 %
    → Rücken, Bandscheiben, Gelenke

  • Krebserkrankungen: ca. 17 %

  • Unfälle: ca. 7 %

  • Herz- und Gefäßerkrankungen: ca. 6 %

(Quelle: Morgan & Morgan, Stand 04/25)

Wichtig:
Die meisten BU-Fälle entstehen nicht durch spektakuläre Unfälle, sondern durch Krankheiten, oft schleichend.

Gerade psychische Erkrankungen betreffen heute alle Berufsgruppen.

4. „Ich bekomme doch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente?“

Viele verlassen sich auf den Staat. Doch die Realität sieht anders aus.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente

Die gesetzliche Rentenversicherung unterscheidet nicht nach Ihrem erlernten oder ausgeübten Beruf, sondern nach Ihrer allgemeinen Arbeitsfähigkeit auf dem gesamten Arbeitsmarkt.

Es gibt zwei Stufen:

  • Volle Erwerbsminderungsrente
    → Wenn Sie weniger als 3 Stunden täglich irgendeiner Tätigkeit nachgehen können.

  • Teilweise Erwerbsminderungsrente
    → Wenn Sie 3–6 Stunden täglich arbeiten können.

Das bedeutet:
Wenn Sie Ihren Beruf als Ingenieur, Arzt oder Unternehmer nicht mehr ausüben können, theoretisch aber noch 5 Stunden täglich eine einfache Tätigkeit verrichten könnten, erhalten Sie keine volle Erwerbsminderungsrente.

Höhe der Erwerbsminderungsrente

Die durchschnittliche neu bewilligte volle Erwerbsminderungsrente lag zuletzt bei rund 1.000 bis 1.100 Euro brutto monatlich (Quelle: Deutsche Rentenversicherung, Rentenzugang 2022/2023).

Davon gehen noch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge ab.

Wie oft werden Anträge abgelehnt?

Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung wird ein erheblicher Teil der Anträge zunächst nicht bewilligt. Je nach Jahr liegt die Ablehnungsquote bei rund 40 % oder mehr (Quelle: Deutsche Rentenversicherung, Statistikband „Erwerbsminderungsrenten“).

Viele Verfahren werden erst nach Widerspruch oder Klage abschließend entschieden.

Fazit:

  • Niedrige Leistung

  • Strenge Voraussetzungen

  • Hohe Ablehnungsquote

Darauf sollte keine solide Finanzplanung basieren.

5. Was leistet eine private Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ein Rechenbeispiel:

Ein 35-Jähriger sichert eine BU-Rente von 2.000 € monatlich bis zum 67. Lebensjahr ab.

Wird er mit 40 berufsunfähig, erhält er:

  • 2.000 € × 12 Monate = 24.000 € pro Jahr

  • 27 Jahre Leistungsdauer


    24.000 € × 27 = 648.000 € Gesamtleistung

Eine gute BU sichert hunderttausende Euro Risiko ab.

Deshalb ist sie kein „Billigprodukt“.

Sie versichern hier kein Smartphone, sondern Ihr größtes Vermögen in Form Ihrer Arbeitskraft.

Und je jünger und gesünder Sie sind:

  • desto besser fällt die Gesundheitsprüfung aus

  • desto höher ist die Annahmewahrscheinlichkeit

  • desto günstiger sind die Beiträge

6. Fazit: Erst Einkommen sichern, dann Vermögen aufbauen

Viele investieren in ETFs, Immobilien, Gold, Altersvorsorgeprodukte, …
Aber sie vergessen das Fundament: Ohne Einkommen keine Investitionen. Ohne Arbeitskraft kein Vermögensaufbau.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist kein Luxus. Sie ist die Existenzsicherung der Mittelschicht.

Wenn Sie finanziell sicher leben möchten, brauchen Sie:

  1. Absicherung Ihrer Arbeitskraft

  2. Effektive Altersvorsorge

Ihre Arbeitskraft ist Ihr wertvollstes Gut. Sie finanziert alles andere.

Und sie ist keineswegs selbstverständlich.

Wenn Sie wissen möchten,

  • wie hoch Ihre persönliche Versorgungslücke ist

  • welche BU-Rente sinnvoll wäre

  • und worauf es bei den Vertragsbedingungen wirklich ankommt

dann sollte das individuell geprüft werden.